Mit Chiara Heitkamp nahm erstmals eine Sportlerin des LAC München am Jugend-Camp des Schlittenhundesportverbands Bayern teil. Das Camp fand in Wasserschlösschen Dutzenthal zwischen Nürnberg und Würzburg statt. Damit hatte der LAC München als jüngster Verein im Verband auch die längste Anfahrt.

Das Wasserschlösschen der Karl-Oskar-Königs-Stiftung liegt abgelegen und ist deshalb für derartige Camps, bei dem es selbstverständlich durch die Hunde immer etwas lauter wird, optimal geeignet. Karl Oskar Königs war von 1968 bis 1981 Vorsitzender der Frankfurter Börse. Der berühmte Bär, der gemeinsam mit einem Bullen vor der Wall Street steht, und von dem es auf der ganzen Welt nur 4 Bronze-Statuen gibt, findet man auch hier beim Wasserschlösschen.

Das Jugendcamp war für die 16 jährige Chiara eine interessante und vor allem lehrreiche Erfahrung. Neben Aktionen wie das Freilichtmuseum und der Klettergarten in Bad Windsheim ging es vor allem natürlich um den Zughundesport. Aufgrund des Temperaturanstiegs zum Wochenende hin musste mit den Hunden vor allem früh morgens trainiert werden. Bereits um 6.00 Uhr hieß es für die Kinder und Jugendliche deshalb bereits aufzustehen.

Das morgendliche Training diente vor allem der Fahrpraxis. In unterschiedlichen Teams und Zusammensetzung wurde auf Feld- und Forstwegen mit dem Dog-Scooter oder dem Bike gefahren. Höhepunkt des Fahrtrainings war am Sonntag dann ein kinder- und jugendgerechtes Schnupper-Seminar Better Mushing, bei denen nach einer intensiven Theorie-Stunde auch alle prüfungsrelevanten Stationen des realen Better-Mushing-Seminars durchgeführt wurde. Hindernisse umfahren, Booties anziehen, Brücke überqueren, Schlittensack oder das Wenden - alle wichtigen Elemente konnten und wurden geübt.

Ein weiterer Höhepunkt war die Einführung in das Spleissen (die Erstellung von Leinen im Zughundesport). Das Spleissen war der Abschluß des gesamten Camps und bot den Teilnehmern noch einmal eine Herausforderung mit etwas mehr Konzentration.

Fazit des LAC München: Die Grundidee des Jugend-Camps ist eine tolle Sache. Das kinder- und jugendgerechte Schnupper-Better-Mushing war in jedem Fall das Highlight. Der Aufwand hierfür lohnt sich, denn gerade im Jugendbereich ist es wichtig, dass Zughundesportler Fahrsicherheit und Sicherheit im Umgang mit den Hunden erlernen. Für die gesamte Camp-Durchführung wünscht man sich etwas mehr gezielte Planung. Bei höheren Teilnehmerzahlen müsste die Organisation deutlich strukturierter ablaufen um den jungen Teilnehmern und Nachwuchssportlern klar vorzugeben wann und was stattfindet.

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