Die Wirbelsäule ist unsere zentrale körperliche Mitte und macht häufig Probleme. Gerade Schlitten- und Zughundesportler sind von derartigen Problemen sehr häufig betroffen. Auch einige Musher von größeren Gespannen berichten uns, dass dieser Bereich sehr extrem belastet wird. Das liegt vor allem daran wie man auf dem Schlitten oder auch dem Scooter steht. Ebenfalls Gefahren können bei Canicrossern auftreten, denn je nachdem wie der Hund vorne zieht wird die Wirbelsäule enorm belastet. Aber auch andere Sportler sind betroffen. Aus unserem Leichtathletikprogramm haben wir hierzu 8 einfache aber effektive Übungen speziell für Schlitten- und Zughundesportler zusammengestellt. Vorgeführt werden sie von unserem sechzehnjährigen bayerischen Leichtathletik-Talent Chiara Anjuli, die im Winter Schlittenhundesport betreibt und im Sommer im Stadion auf der Laufbahn zu finden ist.

Übung 1

Bei der Übung 1 stellen wir uns gerade, mit etwas auseinander gestellten Beine hin. Dann beugen wir den Oberkörper zur Seite wie Chiara es auf dem Bild zeigt. Wir halten die Übung am tiefsten Punkt etwa 10 Sekunden und wiederholen das Ganze auf der anderen Seite. Wiederholt jede Seite vier bis sechs Mal. Achtet darauf, dass ihr die Hüfte nicht nach vorne oder nach hinten kippt sondern wirklich in einer Linie euch seitlich beugt.

Übung 2

Bei der zweiten Übung stehen wir uns gerade hin und beugen unseren Oberkörper anschließend nach vorne.  Wir versuchen dabei möglichst nahe mit der Nase Richtung Knie zu kommen. Wer nicht so beweglich ist, kann auch die Knie nicht durchstrecken, dann die Fußfesseln mit den Händen umfassen, sich nach unten ziehen und erst dann die Knie versuchen langsam durchzustrecken.

Übung 3

Bei der Übung stehen wir im Vierfüßler-Stand als Ausgangsposition. Dann strecken wir abschließend das linke Bein und den rechten Arm sowie andersherum. Besonders gut ist es beim Zurückführen in den Katzenbuckel zu gehen, also einen Rundrücken zu machen.

Wir wiederholen diese Übung 10 bis 20 Mal.

Übung 4

Bei der Übung 4 sitzen wir in der Ausgangsposition gerade, das eine Bein über das andere Bein geleckt. In der Ausübung stützen wir uns mit dem einen Arm ab und nehmen den anderen Arm hinter den Kopf. Wir dehnen uns zur Seite ab. Es ist darauf zu achten, dass man im Oberkörper gerade bleibt und nicht nach vorne oder hinten weg kippt.

Übung 5

Bei der Übung 5 legen wir uns auf den Rücken. Wir winkeln im rechten Winkel an. Mit der rechten Hand umfassen wir das rechte Knie. Mit dem Oberschenkel bauen wir Spannung auf und drücken dagegen. Mit der linken Hand fixieren wir das andere Knie und arbeiten praktisch in die andere Richtung, sprich das Bein wird Richtung Brust gezogen und durch die Hand blockiert. Das wiederholen wir 4 bis 6 mal pro Seite und halten immer ungefähr 10 Sekunden.

Übung 6

Bei Übung 6 benötigen wir einen Medizinball oder einen anderen ähnlichen Ball. Wir klemmen diesen zwischen die Beine und drücken die Knie so fest wie möglich zusammen. Jeweils immer 10 Sekunden die Spannung halten und insgesamt 10 mal wiederholen.

Übung 7

Bei der Übung 6 legen wir uns seitlich hin. Wir drehen unsere Wirbelsäule nach unten und achten dabei darauf Wirbel von Wirbel, beginnend am Hals einzudrehen.

Am Besten funktioniert diese Übung mit einem Partner, der die Hüfte festhält und dafür sorgt, dass diese sich nicht mitdrehen kann.

Wir machen diese Übung pro Seite 4 bis 6 mal und halten ca. 10 Sekunden an der tiefsten Stelle.

Übung 8

Bei dieser Übung liegen wir zuerst auf dem Rücken und winkeln die Beine an. Dann umfassen wir mit der rechten Hand das linke Knie und ziehen dieses auf die linke Seite hinunter, so dass die Wirbelsäule gedreht wird. Wir achten dabei darauf, dass die Schulter der anderen Hand (hier im rechten Winkel abgelegt) auf dem Boden liegen bleibt. Auch bei dieser Üung ist es sinnvoll wenn ein Partner unterstützt und in diesem Fall die Schulter fixiert.

Für alle die unsere Übungen durchführen gilt: wir raten immer dazu sich von einem erfahrenen Trainer die Übungen zeigen zu lassen. Wer Übungen daheim absolviert und ungewöhnliche Probleme spürt, z.B. Schmerzen, ein unangenehmes Ziehen oder sonstige Auffälligkeiten: wendet euch an einen Arzt der euch ggf. untersucht.

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